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MediationService :: Alfred Kiesling ::

Bauwesen

Zusammenarbeit mit der Ofi Plattform für Mediation im Bauwesen

In diesem Bereich besteht eine konstruktive Zusammenarbeit von MediationService mit dem österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik unter dem Titel "Plattform für Mediation und Bauwesen", sodass die bestehenden Synergien zwischen dem Fachwissen am Bau, der Sachverständigentätigkeit und der Kunst der Mediation zum Nutzen der gesamten Bauwirtschaft genutzt werden.

Konfliktbehandlung „am Bau“

Das Bauen selbst ist in besonderem Maße konfliktträchtig, was verschiedene Gründe hat. So ist automatisch ein Spannungsverhältnis zwischen Plan und Realität, Leistungsänderung und Nachtragszahlungsforderungen gegeben. Nach der Realisierung werden Architekten, Bauträger oftmals mit dem Vorwurf einer nicht sorgfältigen Planung konfrontiert.

Während der Bauphase treten oftmals unvorhersehbare Schwierigkeiten auf, die sich aus der Beschaffenheit des Baugrundes (Kontaminierung) ergeben und grundsätzlich die Koordination mehrerer Unternehmen betreffen. All diese Probleme, wobei die Probleme nach Fertigstellung des Bauwerkes sicherlich schwerer wiegen, führen oftmals zur Verhärtung der Fronten und zu einer aussichtslosen Situation, sodass Anwälte beschäftigt und der Gerichtsweg beschritten wird.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Schwierigkeit der Sachverhaltsermittlung. Es fehlt häufig an einer tauglichen Dokumentation des Baugeschehens und deshalb ist es auch schwierig die einzelnen Bauabläufe im Gerichtsverfahren zu rekonstruieren. Wegen all dieser Schwierigkeiten sind auch versierte Richter oft nicht in der Lage Bauprozesse sachgerecht zu entscheiden. Einerseits treten die Parteien meistens den Gang durch alle Instanzen an, andererseits fällt auf, dass in der Berufungsinstanz sehr oft Vergleiche geschlossen werden. Gegen solche Vorgehensweisen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, die Frage bleibt aber offen, warum Ergebnisse nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt zustande gekommen sind.

Das Dilemma des Bauprozesses

Jeder Rechtsstreit, nicht nur der Bauprozess, ist für die Parteien ineffektiv und unökonomisch, kostet Zeit und Geld für die Beauftragung der Anwälte und Sachverständigen. In allen Bauprozessen bestellt der zuständige Richter einen Sachverständigen, der den Sachverhalt erhebt und die Entscheidungsgrundlage aufbereitet. Oftmals wird der Ausgang des Verfahrens von der Auswahl des Sachverständigen bestimmt, wobei die Parteien zwar ein Vorschlagsrecht haben, aber die Letztentscheidung beim Richter liegt.

Aber auch die Zufriedenheit mit dem Ergebnis des Endurteiles nach einem langwierigen Instanzenzug ist nicht gesichert. Überdies können darunter zumeist langjährige Geschäftsbeziehungen zwischen den Parteien leiden oder werden sogar abgebrochen. Keine erfreuliche Situation für alle Beteiligten, wenn wir nicht nur den Anlassfall betrachten, sondern zukunftsorientiert unter Einrechnung aller Faktoren resümieren.

Ein weiterer Vorteil der Mediation liegt darin, dass die Parteien die Entscheidungsautonomie behalten und keine (Bau-) Maßnahmen getroffen werden, die nicht von beiden Parteien getragen werden. Eine Entscheidung „Alles oder Nichts“ wird kaum als Lösung angesehen werden.

Zusätzlich sollte bedacht werden, dass die Mediation immer auf die Lösung des Gesamtproblems gerichtet ist und der Richter – zuständigkeitshalber - oft nur über einen „Ausschnitt“ eines Konfliktes entscheidet.